Ballon bringt 200 Kilometer hinter sich

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Tobias­-Mayer-­Verein Zur Eröffnung des Tobias­Mayer­Museums sind dutzende Luftballons aufgestiegen. Der Siegerballon ist ausgerechnet in Hildburghausen gelandet–was geradezu unheimlich ist.

Marbach Zur feierlichen Eröffnung des neuen Tobias­Mayer­Museums hatten sich die Veranstalteretwas ganz Besonderes ausgedacht: Schwarze Luftballons mit dem Vereinslogosollten „in alle Welt hinaus“ für das neue Museum werben. Die Ballons wurden in die Luft gelassen–und bis jetzt liegen 15 Meldungen vor über Ballonfunde. Den kürzesten Weg legte ein Ballon zurück, der in Kleinaspach landete. Die flugfreudigsten kamen bis Oettingshausen und Hildburghausen. Aus der Karte kann man ersehen, dass offensichtlich ein Süd­West Wind herrschte: die Ballons flogen an Heilbronn, Nürnberg, Würzburg, Bamberg und Coburg vorbei. Erstaunlich ist die Entfernung, die sie zurücklegten: Die am weitesten fliegenden Ballon schafften nahezu 200 Kilometer! Geradezu unheimlich kam es den Veranstaltern vor, dass der Ballon, der den weitesten Weg zurücklegte, in Hildburghausen landete: Dort absolvierte der Kupferstecher Rainer Kalnbach in den Jahren 1943 bis 1946 seine Lehre als Kartenkupferstecher bei der Firma Zapf. Rainer Kalnbach ist im Museum mit seinem Film über den Kupferstich zu sehen, er war zur Grundsteinlegung und zum Richtfest in Marbach anwesend. Der diesjährige Ausflug des Tobias­Mayer­Vereins führte unter anderem zu seinem letzten Wohnsitz in Hitzacker. Drei Tage vor der Museumseröffnung traf allerdings die traurige Nachricht ein, dass Rainer Kalnbach zwei Wochen vor seinem 90. Geburtstag und drei Tage vor der Eröffnung verstarb. Er hätte sich aber über den Ballon­Sieger sicherlich gefreut! In alle Welt hinaus wurde die Museumseröffnung verbreitet–das hat das neue, eindrucksvolle Museum verdient! Armin Hüttermann, Vorstand