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Ludwigsburger-Kreiszeitung, 21.09.2019, Kultur

Digitaler Museumsführer hält Einzug

Tobias-Mayer-Verein hat Mediaguide entwickelt – Hintergrundinformationen werden visuell oder akustisch vermittelt

Johannes Kordels ist Mitglied des Tobias-Mayer-Vereins und hat ehrenamtlich den Mediaguide für das Museum entwickelt. Foto: Holm Wolschendorf

Marbach. Ein knappes Jahr nach der Eröffnung des erweiterten Tobias-Mayer-Museums hält die digitale Wissensvermittlung Einzug: Der Trägerverein der Einrichtung hat einen Mediaguide entwickelt.

Vorsitzender Armin Hüttermann schätzt sich glücklich, ein Vereinsmitglied wie Johannes Kordels zu haben, der schon bislang für den Auftritt von Verein und Museum in den elektronischen Medien zuständig war und unter anderem die Homepage modernisiert hat. Ehrenamtlich hat Kordels nun auch den Mediaguide erarbeitet, und der bietet den Museumsbesuchern in zweifacher Hinsicht einen klaren Mehrwert: Zum einen lassen sich auf dem Tablet Hintergrundinformationen zu den einzelnen Exponaten abrufen, zum anderen sind sowohl die Texttafeln im Museum als auch die ergänzenden Infos nun auf Englisch, Französisch und Spanisch verfügbar. Je nach Vorliebe können die Besucher die Texte auf dem acht Zoll großen Bildschirm selbst lesen oder sich anhören. Das geschieht über Kopfhörer, „damit andere nicht gestört werden“, so Kordels.

Zwölf aus Tabletcomputern und Kopfhörern bestehende Sets hat der Verein angeschafft, den Erfahrungen von Armin Hüttermann nach „erwarten auch viele Besucher inzwischen digitale Medien“. Und gerne wäre der Verein ein wenig früher mit seiner neuesten Errungenschaft am Start gewesen, denn vor zwei Wochen hat ein Nachfahre Tobias Mayers aus England das Museum besucht. „Er spricht sehr wenig Deutsch, unser Mediaguide wäre da genau richtig gewesen“, so der Vereinsvorsitzende.

Doch von diesem Wochenende an sind die Geräte verfügbar. „Sie sind leicht verständlich, alles ist im Prinzip selbsterklärend“, sagt Johannes Kordels; wenn doch einmal ein Problem auftauchen sollte, hilft das Aufsichtspersonal. Das besteht aus Vereinsmitgliedern, die ehrenamtlich im Museum Dienst tun und eigens im Umgang mit dem Mediaguide geschult wurden.

Der Guide folgt im Aufbau dem des Museums, das im Altbau chronologisch mit Geburt und Kindheit des Naturwissenschaftlers in Marbach beginnt. Der Nutzer orientiert sich grundsätzlich an den Jahreszahlen und kann jedes Exponat auf dem kleinen Bildschirm aufrufen; bei Bedarf gibt es die ergänzenden Informationen dazu.

Ein besonderer Gag: Das von Mayer geschriebene und vom Marbacher Musiklehrer Norbert Jauch vertonte Sonett ist eingespielt worden und kann angehört werden; der Text gehört zu den Ausstellungsstücken, auf dem Tablet kann man auch die Noten sehen.

„Das sind Dinge, die natürlich nur digital machbar sind. Auch deshalb haben wir uns entschieden, das Museum auch auf diesem Weg mit noch mehr Leben zu erfüllen“, sagt Armin Hüttermann. Die Arbeit am digitalen Museumsführer hört freilich nicht auf. „Wir werden immer wieder Anpassungen vornehmen, die Inhalte bei Bedarf auch erweitern“, verspricht Kordels. Wer sich aber lieber analog auf Spurensuche im Mayer-Museum begibt, der kann auch weiterhin an einer „normalen“ Führung teilnehmen, bei der Vereinsmitglieder aus Fleisch und Blut ihr Wissen weitergeben.

Autor: sabine frick

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