{"id":3232,"date":"2019-02-09T11:40:41","date_gmt":"2019-02-09T10:40:41","guid":{"rendered":"https:\/\/tobias-mayer-museum.de\/?p=3232"},"modified":"2020-01-23T22:03:55","modified_gmt":"2020-01-23T21:03:55","slug":"dr-hamel-bilder-des-mondes-aus-der-fruehen-forschungsgeschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tobias-mayer-museum.de\/?p=3232","title":{"rendered":"Dr. Hamel: Bilder des Mondes aus der fr\u00fchen Forschungsgeschichte."},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap has-medium-font-size\">Es war wie wir es an dieser Stelle angek\u00fcndigt war: Herr Dr. Hamel hatte Interessantes zum Thema \u201eBilder des Mondes aus der fr\u00fchen Forschungsgeschichte\u201c zu berichten. <\/p>\n\n\n\n<p>Gudrun Erb, Tobias-Mayer-Verein<\/p>\n\n\n\n<p>Zu unserem\nGedenkvortrag anl\u00e4sslich des 296. Geburtstages von Tobias Mayer am 24.01.2019. Herr\nDr. Hamel war eigens von der Ostsee angereist, um uns mit fr\u00fchen Darstellungen\ndes Mondes vertraut zu machen. Das Interesse der Menschen am Mond ist wohl so\nalt wie die Menschheitsgeschichte \u00fcberhaupt. Woher r\u00fchrt dieses Interesse am\nMond? Ein Grund ist sicherlich, dass der Mond bereits mit blo\u00dfem Auge relativ\ngut beobachtet werden kann und zu allerlei Spekulationen Anlass gab und gibt. Mit\nden ersten und sehr einfachen Fernrohren konnten dann neben den Bergen und\ndunklen Fl\u00e4chen auch die Krater ausgemacht werden. &nbsp;Lange Zeit wurden diese Mondflecken genannt. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber das Interesse\nam Mond wurde auch durch seine Sonderstellung am Sternenhimmel entfacht. Er\nver\u00e4ndert eigentlich st\u00e4ndig sein Aussehen, sowohl in der Form als auch in der\nFarbe.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00e4lteste uns\nbekannte Darstellung des Mondes ist die \u201eHimmelsscheibe von Nebra\u201c Sie ist ca.\n3000 Jahre alt und eine Darstellung des Himmels, die einen eigenen Vortrag wert\nw\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Das 1. Buch mit\nMondbildern stammt von Galilei (1546 \u2013 1642), allerdings nicht mit\nGesamtansichten vom Mond, sondern nur mit Ausschnitten, da die Fernrohre damals\nnur ein sehr kleines Gesichtsfeld hatten. Interessant war zu erfahren, dass die\nersten Fernrohre einfache Pappr\u00f6hren waren, die mit Leder, Pergament oder\nFischhaut \u00fcberzogen und zusammenschiebbar waren. Sie konnten auseinandergezogen\neine beachtliche L\u00e4nge von ca. 6,50 m erreichen. Das l\u00e4ngste Fernrohr hat wohl\nder Danziger Astronom Hevelius (1611 \u2013 1687) gebaut. Es hat eine Brennweite von\nca. 45 m. Man kann sich vorstellen, dass der Gebrauch \u00e4u\u00dferst schwierig war und\nes daher wohl auch nur zu ganz wenigen praktischen Eins\u00e4tzen kam. Leider ist\nvon seiner Sternwarte und seinen Instrumenten nichts erhalten, da ein Brand\nkurz vor seinem Tod alles zerst\u00f6rte. Hevelius war der erste, der die\nMondlibration bildlich dargestellt hat. Diese Darstellung kann bei uns im\nMuseum betrachtet werden. Seine Frau besch\u00e4ftigte sich ebenfalls mit den\nGestirnen und von ihr gibt es die \u00e4lteste bildliche Darstellung einer Frau als\nAstronomin.&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"863\" src=\"https:\/\/tobias-mayer-museum.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hevelius.Luftf_.-1024x863.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3234\" srcset=\"https:\/\/tobias-mayer-museum.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hevelius.Luftf_.-1024x863.jpg 1024w, https:\/\/tobias-mayer-museum.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hevelius.Luftf_.-250x211.jpg 250w, https:\/\/tobias-mayer-museum.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hevelius.Luftf_.-400x337.jpg 400w, https:\/\/tobias-mayer-museum.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hevelius.Luftf_.-768x647.jpg 768w, https:\/\/tobias-mayer-museum.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hevelius.Luftf_..jpg 2032w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> Das l\u00e4ngste bekannte Fernrohr des Danziger Astronom Hevelius, gebaut  1611 \u2013 1687 <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Insgesamt waren die\nAstronomen aber eher weniger an der Gestalt des Mondes interessiert. Ihr\nInteresse galt vielmehr der Bewegung der Himmelsk\u00f6rper und damit auch des\nMondes. So ist auch zu erkl\u00e4ren, dass es zwar immer wieder Darstellungen des\nMondes gab, aber die Genauigkeit nahm im Laufe der Zeit nicht kontinuierlich\nzu, sondern wurde mal besser und dann auch wieder schlechter.<\/p>\n\n\n\n<p>Die genaueste\nDarstellung der Mondoberfl\u00e4che dieser Zeit stammt nat\u00fcrlich- wie k\u00f6nnte es\nanders sein- von Tobias Mayer. \u00dcberzeugen Sie sich selbst. Vielleicht an einem\nder n\u00e4chsten Sonntage mit offenen F\u00fchrungen. Sie finden an jedem letzten\nSonntag im Monat um 13.30 und um 15.30 Uhr statt. Die n\u00e4chste Gelegenheit\nbietet sich also am 24.02.2019. Ein Besuch im Museumskeller bei Kaffee und\nKuchen rundet ihren Besuch ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war wie wir es an dieser Stelle angek\u00fcndigt war: Herr Dr. Hamel hatte Interessantes zum Thema \u201eBilder des Mondes aus der fr\u00fchen Forschungsgeschichte\u201c zu berichten. 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