{"id":3577,"date":"2019-05-19T22:30:19","date_gmt":"2019-05-19T20:30:19","guid":{"rendered":"https:\/\/tobias-mayer-museum.de\/?page_id=3577"},"modified":"2023-06-22T11:28:07","modified_gmt":"2023-06-22T09:28:07","slug":"mai-2019","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tobias-mayer-museum.de\/?page_id=3577","title":{"rendered":"Mai 2019"},"content":{"rendered":"\n<p> Bayrischer Rundfunk,  IQ &#8211; Wissenschaft und Forschung vom 17.05.2019, 16:31 Uhr, <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Chinas Rover schaut tief in den Mond<\/h4>\n\n\n\n<p>Im\n Januar 2019 ist erstmals eine chinesische Sonde auf der R\u00fcckseite des \nMondes gelandet. Jetzt hat der Mond-Rover Yutu-2 offenbar Material aus \ndem tiefen Mantelgestein des Mondes gefunden.  <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Team um Chunlai Li von der chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking berichtete am 15. Mai 2019 im <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41586-019-1189-0\">Fachmagazin &#8222;Nature&#8220;<\/a>, dass der <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wissen\/china-rover-rollt-ueber-die-mond-rueckseite,RBSZ7qv\">Mond-Rover Yutu-2<\/a>, \u00fcbersetzt Jadehase 2, m\u00f6glicherweise auf tief liegendes Mantelgestein gesto\u00dfen sei. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Tiefer liegendes Gestein ist in Kratern eventuell zug\u00e4nglich<\/h4>\n\n\n\n<p>Die\n Mondkruste ist als oberste Schicht leicht zu untersuchen. Schwieriger \nist es, den Mondmantel zu erkunden, der darunter liegt. Das \nMantelgestein des <a href=\"https:\/\/www.br.de\/mond\/mond-mondfahrt-aktuell-missionen-100.html\">Mondes <\/a>beginnt auf der Mondr\u00fcckseite etwa in 150 Kilometer Tiefe. Eigentlich ist es f\u00fcr ein <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/chinas-raumfahrt-coup-erste-landung-auf-mond-rueckseite,RE47YlX\">Mondfahrzeug<\/a>,\n das sich auf der Oberfl\u00e4che bewegt, nicht zu erreichen. Aber: Die \nChinesischen Forscher sind mit ihrem Gef\u00e4hrt erstmals auf der <a href=\"https:\/\/www.br.de\/themen\/wissen\/rueckseite-mond-nasa100.html\">R\u00fcckseite des Mondes<\/a> unterwegs. Dort gibt es &#8211; anders als auf der Vorderseite &#8211; viele tiefe Krater.  <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Asteroiden-Einschl\u00e4ge k\u00f6nnen tieferes Gestein nach oben bef\u00f6rdern<\/h4>\n\n\n\n<p>Die tiefen Dellen auf der Mondoberfl\u00e4che sind Einschlagskrater von <a href=\"https:\/\/www.br.de\/themen\/wissen\/meteoriten-asteroiden-kometen-100.html\">Asteroiden<\/a>.\n Dort liegen Gesteinsbrocken, welche die Mondkruste durchschlagen und \ndas tief liegende Mantelgestein an die Oberfl\u00e4che bef\u00f6rdert haben \nk\u00f6nnten. Der chinesische Rover ist bei ersten Erkundigungen auf \nSilikatminerale gesto\u00dfen &#8211;  genauer gesagt: auf Olivine und Pyroxene. \nDas ergab die Auswertung spektroskopischer Beobachtungen. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Seismische Wellen verraten den Mond-Aufbau in mehreren Schichten<\/h4>\n\n\n\n<p>Bei den Apollo-<a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachricht\/inhalt\/mondlandung-weltbild-popkultur-100.html\">Raumfahrt-Missionen<\/a> der USA, zwischen <a href=\"https:\/\/www.br.de\/mond\/mond-mondfahrt-mondlandung-geschichte-100.html\">1969 und 1972<\/a>, gelang es, den Aufbau des <a href=\"https:\/\/www.br.de\/mond\/mond-mondfahrt-aktuell-missionen-100.html\">Mondes <\/a>n\u00e4her\n zu erforschen. Die zur\u00fcckgelassenen Seismometer zeichneten viele \nMondbeben und andere Ersch\u00fctterungen durch Meteoroiden-Einschl\u00e4ge auf. \nDie Ausbreitung der seismischen Wellen im <a href=\"https:\/\/www.br.de\/mond\/mond-wasser-h2o-geologie-104.html\">Mondk\u00f6rper<\/a> lie\u00dfen R\u00fcckschl\u00fcsse auf den Aufbau des Trabanten zu. Allerdings ist es bei <a href=\"https:\/\/www.br.de\/mond\/mond-erste-mondlandung-106.html\">fr\u00fcheren Missionen <\/a>nie gelungen, Proben des Mondmantels zu entnehmen. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der Mond besteht aus Kruste, Mantel und Kern<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Auswertung der Seismometer ergab, dass der <a href=\"https:\/\/www.br.de\/mond\/mond-steckbrief-eigenschaften-104.html\">Mond <\/a>von einer Kruste umh\u00fcllt sein muss. Diese Mondkruste besteht aus Anorthosit, einem <a href=\"https:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/radiowissen\/planet-erde\/vulkanismus-katastrophe-thema100.html\">magmatischen Gestein<\/a>.\n Darunter liegt ein fester Mantel, der aus Mineralen bestehen k\u00f6nnte. \nDer Mondkern beginnt bei einer Tiefe von etwa 1.400 Kilometer, ist \nvermutlich eisenhaltig und teilweise fl\u00fcssig.  <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Mondgestein kann die Entwicklung von Himmelsk\u00f6rpern erz\u00e4hlen<\/h4>\n\n\n\n<p>Der franz\u00f6sische Astrophysiker Patrick Pinet von der Universit\u00e4t Toulouse schreibt in einem <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/d41586-019-01479-x\">Begleitkommentar im Fachmagazin &#8222;Nature&#8220;<\/a>, dass der Fund dazu beitr\u00e4gt, die Entstehung des Mondes weiter aufzukl\u00e4ren. Es k\u00f6nnte sein, dass der <a href=\"https:\/\/www.br.de\/mond\/mond-steckbrief-eigenschaften-104.html\">Mond <\/a>&#8211;\n wie andere K\u00f6rper des Sonnensystems &#8211; von einem fl\u00fcssigen Magma-Ozean \numh\u00fcllt war: &#8222;Beim Erstarren kristallisierten am Boden Mineralien wie \nOlivin und Pyroxen aus. Weniger dichte Mineralien schwammen an die \nOberfl\u00e4che und bildeten dort eine Kruste aus.&#8220; Um diese Theorie zu \nuntermauern, muss das Mondgestein nun weiter untersucht werden. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bayrischer Rundfunk, IQ &#8211; Wissenschaft und Forschung vom 17.05.2019, 16:31 Uhr, Chinas Rover schaut tief in den Mond Im Januar 2019 ist erstmals eine chinesische Sonde auf der R\u00fcckseite des &hellip; <a href=\"https:\/\/tobias-mayer-museum.de\/?page_id=3577\" class=\"more-link\"><span>Weiterlesen<span class=\"screen-reader-text\">Mai 2019<\/span><\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-3577","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tobias-mayer-museum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3577","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tobias-mayer-museum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/tobias-mayer-museum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tobias-mayer-museum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tobias-mayer-museum.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3577"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/tobias-mayer-museum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3577\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3579,"href":"https:\/\/tobias-mayer-museum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3577\/revisions\/3579"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tobias-mayer-museum.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3577"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}