April 2019

Square

© Israelische Mondsone Beresheet Israeli Aerospace Industries (IAI)


Wichtiger Motor defekt, Israelische Mondsonde Beresheet bei Landung abgestürzt

Forschung und Wissen, Auszug des Berichts vom 12. April 2019 um 21:08 Uhr

Die israelische Sonde Beresheet (Genesis) ist im Landeanflug auf den Mond verunglückt. Nur 150 Meter vor der Landung ist die Kommunikation mit der Erde abgebrochen. Ein Defekt an einem wichtigen Motor sorgte für den Absturz der Mondseite. Zuvor hat sie den Mond erfolgreich und ohne Probleme etwa eine Woche umkreist.

Israel wollte mit der Sonde als 4. Nation mit der Landung auf dem Mond zu den Großmächten Russland, China und den USA aufschließen, die bisher als einzige Länder eine erfolgreiche Mondlandung durchgeführt haben. Obwohl dieses ehrgeizige Vorhaben vorerst gescheitert ist, kann sich Israel trotzdem nun zu den sieben Ländern zählen, die die unmittelbare Nähe des Mondes erreicht haben. Ebenfalls dazu gehören Indien, Japan und die Europäische Union beziehungsweise die Europäische Weltraumorganisation, die bereits geplante Abstürze oder Vorbeiflüge am Mond erfolgreich meistern konnten.
Vor der fehlgeschlagenen Landung ist die Sonde zuvor ohne Probleme um den Mond gekreist und hat dabei eine Reihe von Flugmanövern durchgeführt. Auch den optimalen Anflugpunkt zur Landung im sogenannten Meer der Heiterkeit auf dem Mond hat Beresheet problemlos erreicht. Während das Landemanöver aus dem Kontrollzentrum bereits eingeleitet war, ging dann die Kommunikation zur Erde verloren.